Meine Projekte 

Kommode

Um ein neues Projekt zu verwirklichen, muss man zuerst Pläne anfertigen, um sich das Projekt räumlich besser vorstellen zu können. Auf dem Gesamtplan beruhend, kann ich mir überlegen, wie ich die einzelnen Teile zuschneiden muss. 

Um höchste Präzision beim Zuschnitt der einzelnen Teile zu erlangen, säge ich die Kant- und Gehrungsschnitte mit der Tischkreissäge zu. Durch Entlangführen der Platten am Parallelanschlag werden die Platten rechtwinklig und plan.

Im nächsten Schritt beginne ich erst mit  kleineren, später nicht sichtbaren Teilen, um mich mit der Beschaffenheit des Materials vertraut zu machen. Hier habe ich den Schubkasten zuerst gefertigt und die Frontplatte angebracht. Damit die Schublade später auch ohne Auszüge gut rutscht, habe ich die Unterseite mit Kerzenwachs eingerieben. 

Auch die Türen (später im unteren Teil der Kommode) fertigte ich noch früh, um das  Material besser kennen zu lernen. Ich versenkte die Topfscharniere mit einem Forstnerbohrer  in der Tür und verschraubte den Griff von hinten durch die Tür.

Ich legte die gesamten Teile zwischendurch mehrfach testweise zusammen, um zu überprüfen, ob alles noch passt. In diesem Schritt sind die Türen, die Schublade mit Korpus und die Zwischenböden schon fertig. Nur der Außenkorpus und die Rückwand sind noch nicht miteinander verbunden.

Um den Korpus in sich zu verleimen, sodass er sich nicht verzieht, habe ich ihn mit mehreren großen Schraubzwingen und Spanngurten in Form gehalten. An den Stellen, an denen die Spanngurte oder die Zwingen das Holz beschädigen könnten, habe  ich Holzplättchen untergelegt.

Um den Füßen den schiefen Look zu verleihen, fertigte ich mittels des 3D-Druckers diese orangenen Zwischenteile an. Durch diese erlangen die Standbeine den nötigem Halt und passen trotzdem gut zum gesamten Aussehen.

Die fertige Kommode hat einen Korpus mit der Höhe von 105 cm, einer Breite von 70 cm und einer Tiefe von 40cm. Die gesamte Fertigung hat mich ca. 80 Arbeitsstunden gekostet und es ist ein super Geschenk für mein großen Bruder geworden.

Design Nachttischlampe

Dies hier ist ein Projekt, welches ich nach den konkreten Vorstellung eines Kunden anfertigte. Im ersten Schritt markiere ich mir den Mittelpunkt des 12 cm großen Holzwürfels, hierzu lege ich ein Lineal diagonal über die Ecken und markiere mit kleinen Strichen den Mittelpunkt. Da ich später die Fassung der Lampe ein Stück im Holz versenken möchte, bohre ich mit einer Lochsäge, die minimal größer ist als die Fassung, in den Würfel. So kann ich anschließend das stehen gebliebene Holz mit dem Stechbeitel rausarbeiten und plan schleifen. Beim Stechbeitel sollte man drauf achten, dass sie gut geschärft sind, so kann man sich die Arbeit erleichtern.

Nachdem ich in der Unterseite des Würfels Platz geschaffen und den Würfel gebeizt habe, konnte ich den Schalter, die Fassung und die Stromzufuhr miteinander verbinden. Damit das Stoffkabel nicht ausfranst beim Durchschieben in den Block, umklebe ich das Ende mit Malertape.

Um die Unterseite zu verschließen, säge ich mit einer Stichsäge eine 3 mm dicken Sperrholzplatte in den passenden Maßen zu. Damit diese später nicht auffällt, fase  ich die Kanten auf 1 mm ab.

 Zur Befestigung bohre ich in jede Ecke ein Loch mit Senker, um später die Schrauben in der Platte zu verstecken. Über die Schrauben habe ich zuletzt noch kleine Filzpads geklebt, damit die Lampe später nicht die Oberfläche verkratzt.


Die fertige Lampe hatte ich bereits nach 13 Arbeitsstunden. Sie hat eine Grundfläche von 12 x 12 cm und ist ungefähr 32 cm hoch. Das moderne und schlichte Design wird durch den kleinen Kippschalter und die LED-Glühbirne abgerundet. Zudem fügt sie sich in die meisten Umgebungen ein, so eignet sie sich als Nachttischlampe oder als Hingucker im Wohnzimmer.

Moderner Beistelltisch

Wer  im Wohnzimmer einen freistehenden Sessel hat und eine Ablage für Zeitschriften oder Ähnliches vermisst, für den ist dieser kleine moderne Beistelltisch etwas. Um die Rahmenteile aus Eiche präzise zu fertigen, fixiere ich mir die einzelnen Teile in der Sägevorrichtung.

Um die Gehrungsschnitte alle bündig zubekommen, spannte ich sie in einer Vorrichtung fest und konnte so mit einem Schleifblock den Schnitt plan abschleifen.

Damit die Verkabelung für die indirekte Beleuchtung später nicht sichtbar ist, fräse ich in die Rückseite des einen Rahmenholzes eine Nut und lasse den Stecker ein. Damit der Stecker später in der Gehrung verschwindet, muss ich das Gegenstück der Gehrung ebenfalls aushöhlen.

Damit sich der Rahmen beim Zusammenleimen nicht verzieht und rechtwinklig bleibt,  fixiere ich die einzelnen Teile mit Winkelzwingen. Nachdem die Leimverbindungen getrocknet sind, konnte ich den Rahmen komplett abschleifen.

Als Ablage für Zeitschriften soll ein rechteckiger Kasten zwischen den Rahmen, diesen fertigte ich aus Kiefer. Ich leimte alle Teile auf Gehrung zusammen und schliff ihn ab.

Um dem Korpus den richtigen Look zu verleihen, strich ich ihn grau an und ließ zur indirekten Beleuchtung den LED-Streifen in die Unterseite ein. An den LED-Streifen habe ich im Vorfeld schon Kabel angelötet und konnte ihn nun problemlos, da er selbstklebend ist, einsetzten.

Nach dem Zusammenfügen des Rahmens und des Korpus und dem Anschließen der Kabel, überragt der Beistelltisch mit einem einmaligem modernem  Design und fügt sich gut in ein modernes Wohnzimmer. Die Kombination von Eichenholz und Grau, wirkt ebenso schlicht wie elegant. Die gesamte Fertigung benötigte ca. 50 Arbeitsstunden, die sich allerdings aus meiner Sicht sehr gelohnt haben.

Mit der indirekten Beleuchtung an der Unterseite des Korpus und des oberen Holm sorgt der Tisch nicht nur für eine Ablage von Zeitschriften, sondern auch für ausreichend Licht zum Lesen. In den Korpus passen jegliche Zeitschriften, die nicht breiter als 26,4 cm sind, so kann man alle gängigen Zeitschriftformate verstauen.

Kopfhörerrolle

Da die meisten kabelgebundenen Kopfhörer keine Möglichkeit bieten sie zu verstauen, ohne das sie verknoten, habe ich mir etwas überlegt. Im ersten Schritt bohrte ich mit einer Lochsäge eine gleichmäßig runde Scheibe aus, um das Kabel aufwickeln zu können. Damit es nicht immer runterrutscht, feilte ich eine Nut ringsherum und erhielt die Scheibe.

Im nächste Schritt galt es in der Mitte Platz zu schaffen, dafür verwendete ich einen Forstnerbohrer. Damit die Kopfhörer an Ort und Stelle bleiben, fügte ich noch kleine Einkerbungen hinzu. Um ein hochwertiges Gefühl beim Anfassen des Holzes hinzubekommen, schliff ich den Holzring nun überall mit Schleifpapier mit 280 P (P gibt die Körner pro qcm an).

Der letzte Schritt bestand daraus das Holz dunkel zu beizen, das gibt abschließend einen hochwertigen Look. Nach einer Arbeitszeit von ca. 3 Stunden hatte ich eine gute Möglichkeit meine Kopfhörer ordentlich zu verstauen.

Wenn man die Kopfhörer nun ordnungsgemäß aufwickelt, halten sie auf der Rolle ohne weitere Hilfsmittel und passen so in jede Hosentasche ohne zu verknoten. Durch die Wickeltechnik und das Einklemmen der Kopfhörer im Inneren halten sie optimal.

Terrassentreppe erneuern 

Dies hier ist eine in die Jahre gekommene Terrassentreppe, der Kunde bat mich die alten Bretter durch neue zu ersetzen. Zu meinem Vorteil waren die Bretter alle schon auf Länge zugeschnitten.

Als erste Maßnahme entfernte ich alle alten Dielen und befreite den darunterlegenden Balken von Dreck. Damit dieser später nicht weiter beschädigt wird, lasierte ich ihn mehrfach mit einer witterrungsbeständigen  Holzschutzlasur für Außen.

Die neuen Bretter lasierte ich ebenfalls mehrfach mit der Lasur, zum Schutz vor Feuchtigkeit und Fäulnis. Anschließend muss die Lasur 12 h einziehen.

Damit mir die Bretter beim Anschrauben nicht einreißen, oder zerspringen, habe ich die Löcher für die Schrauben vorgebohrt. Hierfür verwendete ich einen Bohrer mit angebrachtem Senker, so sparte ich mir einen Arbeitsschritt. Damit ich die Löcher alle gleich positioniere, übernahm ich die Bohrlöcher eines alten Brettes in ein Reststück. So konnte ich die Löcher nun längs zu dem parallelen Brett ausrichten und quer mit der angefertigten Bohrschablone.

Jetzt konnte ich die neuen Terassendielen ausrichten und mit je vier Schrauben befestigen. Um die Bretter alle im gleichen Abstand auszurichten, nutzte ich ein dünnes Holzplättchen als Abstandhalter. Bei Schrauben im Außenbereich, sollte man drauf achten, dass sie nicht rosten können. Aus diesem Grund verwendete ich hier spezielle Terrassenschrauben aus Edelstahl.

Nach der neu Beplankung der Treppe, lasierte ich den Handlauf und das Geländer ebenfalls noch einmal mit der Holzlasur, um ein stimmiges Bild zu bekommen. Die komplette Demontage und Neuinstallation beanspruchte ca. 7 Arbeitsstunden und sorgte für Zufriedenheit beim Kunden.

Designstehlampe

Da ich in meinem Zimmer eine leere Ecke habe, überlegte ich mir ein Design für eine passende Stehlampe. Sie soll für ein angenehmes Licht sorgen und modern aussehen.

Ich habe leider keine Bilder von den einzelnen Arbeitsschritten. Ich höhlte den Holzbalken an der Unterseite  aus und bohrte mit einem Forstnerbohrer schräg in den Balken, um das Edelstahlrohr zu versenken. Auf das Edelstahlrohr klebte ich außen ein selbstklebenden LED-Streifen und legte das Kabel übers Innere nach unten. Damit man die Lampe bequem schalten kann, habe ich einen Fußtaster an Stelle des Kippschalters eingesetzt.

Durch das schräge Rohr, strahlen die LEDs nicht gerade gegen die Wand, sondern strahlen zeitgleich an die Decke. So reflektieren die Wand und die Decke das Licht in den gesamten Raum zurück.

TV-Sideboard

Dieses Projekt stellte mich vor einige neue und schwere Herausforderungen. Der Auftrag war, ein maßgeschneidertes TV-Sideboard zu entwickeln, welches vor allem durch seinen einzigartigen Retro-Look ein stimmiges Gesamtbild im Raum erzeugt, so soll es daher modern und praktisch sein. 
Nachdem ich also alle Teile in den richtigen Maßen hatte, habe ich einzelne Risse im Holz verleimt.

Um den Korpus so verschrauben zu können, dass man später keine Schraube sieht. Dazu fertigte ich Pocketholes an, diese machen es später möglich, zwei Platten auf Stoß miteinander versteckt zu verschrauben.

Nachdem ich also alle Platten verbunden hatte, habe ich die zuerst den unteren Teil des Korpus miteinander verleimt, um später noch die Schiebetüren einsetzen zu können. Zunächst schliff ich dann den Korpus ab, um Überstände zu entfernen und eine glatte Oberfläche zu erhalten.  

Bevor ich aber die Schiebetüren einsetzten konnte, musste ich den gesamten Korpus erstmal lackieren. Da ich später die Deckplatte noch verleimen wollte, habe ich mir die Kontaktstellen abgeklebt, da Leim nicht so gut auf lackierten Oberflächen hält.

Die Türen fertigte ich aus Eichenholz, da dieses einen schönen Kontrast zum weißen Korpus gibt. Auch in den Türen verwendete ich Pocketholes.  

Um den richtigen Retro-Look zu erreichen, habe ich im Inneren der Rahmen eine Bespannung mit einer Kordel angefertigt.

Nach Fertigstellung der Türen, konnte ich diese in den Korpus einsetzen und endgültig verleimen. Für gleichmäßigen Druck beim Trocknen, verwende ich zum Zusammenhalten Spanngurte. 

In den letzten Schritten fügte ich noch Kabeldurchführungen ein, um später eine ordentliche Verteilung gewährleisten zu können.

Aber auch die einzelne Scharniertür musste ich jetzt noch einsetzen und ausrichten. Damit die Tür später im geschlossenen Zustand  an Ort und Stelle bleibt, setzte ich noch einen Magnethalter unter die Korpusdecke.

Für ausreichend Halt später an der Wand, sodass das Gewicht aller Geräte gehalten wird, befestigte ich Profilschienen aus Aluminium  an der Wand. 

Das TV-Sideboard entsprich den Vorstellungen des Auftraggebers komplett und hat mich am Ende ca. 40 Arbeitsstunden gekostet. Es bietet im Inneren genug Platz für alle Geräte, sowie Zeitschriften und Fernbedienungen. Durch den modernen Retro-Look fügt es sich perfekt in die Umgebung.